Tagesgeld oder Festgeld: flexibel bleiben oder Zins sichern

Beide Anlagen sind einfach, schwanken nicht im Kurs und fallen unter die gesetzliche Einlagensicherung. Der Unterschied liegt darin, wann Sie an Ihr Geld kommen und ob der Zinssatz feststeht. Hier lesen Sie, was jede Anlage leisten kann und wo ihre Grenzen liegen.

Wann komme ich an mein Geld?

Tagesgeld
Festgeld

Volle Felder: Geld verfügbar. Schraffierte Felder: Geld fest angelegt. Beispiel mit einem Jahr Laufzeit.

Tagesgeld

Für Geld, das schnell greifbar bleiben soll.

  • jederzeit verfügbar
  • keine Bindung an eine Laufzeit
  • Einzahlungen jederzeit möglich
  • passt zu Rücklage und Notgroschen

Alle Vorteile von Tagesgeld

Festgeld

Für Geld, das Sie eine Zeit lang nicht anfassen müssen.

  • Zinssatz für die ganze Laufzeit fest
  • Ertrag schon beim Abschluss bekannt
  • oft höherer Zins als beim Tagesgeld
  • Laufzeiten von einem Monat bis zu zehn Jahren

Alle Vorteile von Festgeld

Die wichtigsten Merkmale

MerkmalTagesgeldFestgeld
Zugriffan jedem Tagmeist erst bei Fälligkeit
Zinssatzveränderlichfür die Laufzeit fest
Weitere Einzahlungenmöglichmeist nicht möglich
Kursrisikokeines
Gesetzliche Absicherungbis 100.000 Euro je Person und Bank

Welche Anlage zu Ihrer Situation passt, zeigt die Entscheidungshilfe. Mit dem Zinsrechner vergleichen Sie zwei konkrete Angebote.

Warum Einlagen beliebt sind und wo sie an Grenzen stoßen

Wer Tagesgeld oder Festgeld anlegt, kauft kein Wertpapier, sondern überlässt einer Bank Geld gegen Zinsen. Für den sicherheitsorientierten Teil der Geldanlage nennen die Verbraucherzentralen solche Einlagen die erste Wahl.

Fürs langfristige Vermögen genügt das oft nicht. Bleibt der Zins nach Steuern unter der Inflationsrate, sinkt die Kaufkraft, auch wenn der Kontostand steigt.

Achtung, Betrugsmasche: Überweisen Sie kein Geld auf ein Konto, das angeblich jemand anderes für Sie eröffnet hat. Finanz-Netzwerk vermittelt keine Anlagen. Wie Sie gefälschte Angebote erkennen, steht unter Sicherheit und Betrug.

Häufige Fragen

Worin unterscheiden sich Tagesgeld und Festgeld am stärksten?

Im Tausch von Flexibilität gegen Planbarkeit. Vom Tagesgeldkonto können Sie jederzeit abheben, die Bank darf den Zins aber ändern. Festgeld bindet Ihr Geld für eine vereinbarte Zeit und sichert Ihnen dafür den Zinssatz.

Kann ich bei Tagesgeld oder Festgeld Geld verlieren?

Kursverluste gibt es nicht, denn beides sind Bankeinlagen. Fällt eine Bank aus, schützt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Person und Bank, bei einem Gemeinschaftskonto mit zwei Personen bis 200.000 Euro. Kaufkraft kann aber verloren gehen, wenn die Inflation höher ist als der Zins nach Steuern.

Ist der Festgeldzins immer höher?

Nein. Häufig liegt er über dem Tagesgeldzins, doch befristete Neukundenangebote beim Tagesgeld können ihn zeitweise übertreffen. Rechnen Sie deshalb über die gesamte Anlagedauer.

Ab wann werden Zinsen besteuert?

Steuerfrei bleiben 1.000 Euro Kapitalerträge im Jahr, bei zusammen veranlagten Ehegatten 2.000 Euro. Was darüber liegt, wird mit 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer belastet.