Was passt zu mir: Tagesgeld, Festgeld oder beides?

Am Anfang steht nicht der Zinssatz, sondern eine Frage: Wann brauchen Sie dieses Geld wieder? Aus der Antwort ergibt sich meist, welcher Teil verfügbar bleiben sollte und welcher gebunden werden kann.

Eher Tagesgeld

  • Sie wollen jederzeit über das Geld verfügen.
  • Sie bauen gerade eine Rücklage auf.
  • Der Zeitpunkt der Ausgabe ist noch offen.
  • Sie möchten bei steigenden Zinsen schnell reagieren können.

Eher Festgeld

  • Sie brauchen den Betrag für längere Zeit sicher nicht.
  • Sie möchten einen Zinssatz festschreiben.
  • Sie planen mit einem festen Ertrag.
  • Ihre Notreserve liegt schon an anderer Stelle bereit.

Sechs Fragen im Vergleich

FrageTagesgeldFestgeld
Komme ich sofort an mein Geld?jain der Regel nein
Kann die Bank den Zins während der Anlage ändern?janein
Habe ich etwas von steigenden Zinsen?ja, wenn die Bank sie weitergibterst bei der nächsten Anlage
Bin ich vor sinkenden Zinsen geschützt?neinja, bis zur Fälligkeit
Kann ich später etwas einzahlen?jameist nein
Wie wird der Ertrag besteuert?als Kapitalertrag mit Abgeltungsteuer

Beispiel: beide Anlagen kombiniert

Angenommen, jemand hat 40.000 Euro gespart und gibt im Monat 2.500 Euro aus. Eine mögliche Aufteilung nach dem Zeitpunkt, zu dem das Geld gebraucht wird:

ZweckBetragAnlage
Notreserve für fünf Monate12.500 EuroTagesgeld
Anschaffung in einem Jahr7.500 EuroFestgeld, 12 Monate
Vorerst nicht verplant20.000 EuroFestgeld als Zinstreppe

Das Beispiel veranschaulicht das Prinzip und ist keine persönliche Empfehlung.

Angebote richtig vergleichen

Der höchste Prozentwert sagt wenig aus, wenn er nur drei Monate oder für kleine Beträge gilt. Prüfen Sie außerdem, welches Land für die Einlagensicherung zuständig ist. Die Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass kommerzielle Vergleichsportale sich oft über Provisionen finanzieren und ganz oben häufig Banken mit ausländischer Einlagensicherung zeigen.